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Ist dir auch aufgefallen, welche erhebliche Menge an Abfall täglich durch Lebensmittelverpackungen entsteht – sowohl in deinem eigenen Zuhause als auch insbesondere in deinem Büroumfeld? Die Verbreitung der Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein Vorteil für die Umwelt, sondern inzwischen unverzichtbar geworden, da wir von Einwegverpackungen regelrecht überflutet sind.

Genug von Einweg-Kunststoffbehältern

Laut einem Bericht des Europäischen Parlaments gelangten im Jahr 2019 rund 22 Millionen Tonnen Kunststoff in die Natur. Prognosen zufolge könnte sich diese Zahl bis 2060 verdoppeln. Noch besorgniserregender ist, dass die Hälfte des zur Wiederverwertung vorgesehenen Kunststoffabfalls außerhalb der EU transportiert werden muss, da es hier an ausreichenden Möglichkeiten, Technologien und Ressourcen mangelt. So erreichte der Abfallexport bis 2021 bereits 33 Millionen Tonnen. „Ironischerweise“ müssen Produkte aus Nicht-EU-Ländern erneut transportiert werden, um recycelt zu werden, was den CO₂-Fußabdruck durch zusätzliche Transportprozesse weiter erhöht.

Sind Papier- oder PLA-Lebensmittelboxen eine Alternative?

Obwohl Papier- und PLA-Lebensmittelboxen in ihrer Zusammensetzung umweltfreundlicher sind, ist ihre Wiederverwertung nicht so einfach, wie man denken könnte. Ein Großteil der Lebensmittelboxen aus Papier – ähnlich wie Pappbecherist ebenfalls mit einer Kunststoffbeschichtung versehen, was den Recyclingprozess erschwert. PLA-Materialien können nur in industriellen Kompostieranlagen entsorgt werden, und derzeit gibt es in Ungarn keine entsprechenden Einrichtungen. Daher landen diese Produkte weiterhin in erheblicher Menge auf Deponien und in Verbrennungsanlagen, sodass beim Abfallaufkommen keine wirklichen Fortschritte erzielt werden.

Was ist die Lösung?

Eine innovative Dienstleistung kann die Lösung bieten, indem sie Lebensmittelboxen so lange wie möglich im Kreislauf hält und nicht zuletzt auf lokaler Produktion basiert. Mit unserem RevoBox-Service setzen wir genau das um und beobachten kontinuierlich weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Hilft RevoBox wirklich? Lassen wir die Zahlen sprechen!

Die Kantinen der BME integrierten im April 2022 das RevoBox-System, das auf einem vollständigen Kreislaufmodell mit wiederverwendbaren PP-Behältern basiert. Laut Daten vom November 2023 verwendeten die BME-Kantinen vor der Einführung des Mehrweg-Systems jährlich mehr als 40.000 Einweg-Hauptspeisenboxen und 15.000 Suppenboxen. Insgesamt entstand dadurch jährlich fast 1,4 Tonnen Kunststoffabfall, der durch die Einführung von RevoBox vollständig ersetzt werden konnte.

Seit der Einführung haben sich mehr als 1.900 Nutzer in der RevoBox-App registriert, und die Anzahl der Transaktionen hat 40.000 überschritten. Die Ergebnisse zeigen, dass 96 % der Nutzer die Boxen im Umlauf halten. Solche Beispiele zeigen deutlich, dass Veränderung möglich ist!

Vorbereitung auf die Zukunft

Früher war Wiederverwendung völlig selbstverständlich. Denk nur an das Wiederbefüllen von Sodaflaschen oder an Omas wiederverwendbare Einkaufstasche. Obwohl diese Lösungen auch heute noch verfügbar sind, nutzen wir aufgrund eines bequemen Lebensstils – und sagen wir es offen: aus Bequemlichkeit – täglich neue Verpackungen und werfen sie anschließend „komfortabel“ weg.

Der Prozess sollte genauso verstanden werden wie früher: Wir bezahlen für die Dienstleistung und die Verpackung, behalten die Verpackung, reinigen sie und füllen sowie verwenden sie erneut. Moderne Lösungen bieten dabei hygienischere, robustere (PP statt Glas) und digitalisierte, also besser nachverfolgbare Alternativen.

Eines ist sicher: Alle Beteiligten – sowohl auf Nutzer- als auch auf Unternehmensebene – müssen sich darauf vorbereiten, dass umweltbewusstes Essen und Verpacken langfristig unvermeidlich sein werden.

Umweltbewusstsein ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen unserer Zeit, insbesondere in der Gastronomie und an Veranstaltungsorten, wo Einwegkunststoff nicht mehr als nachhaltige Option gelten kann. Die Wahl zwischen umweltfreundlichen Alternativen basiert nicht nur auf praktischen Überlegungen, sondern auch auf dem Engagement für Nachhaltigkeit. In diesem Artikel untersuchen wir vier verschiedene Optionen: kompostierbare Becher, wiederverwendbare Kunststoffbecher (Mehrwegbecher), Edelstahlbecher und Papierbecher.

Kompostierbare Becher

Auf dem Markt finden sich zahlreiche Becher mit umweltfreundlichen Bezeichnungen wie „kompostierbar“, „biologisch abbaubar“ oder „pflanzenbasiert“. Diese Kennzeichnungen sind in der nachhaltigen Gastronomie besonders attraktiv geworden, jedoch ist es wichtig, ihre Glaubwürdigkeit und tatsächliche Umweltwirkung kritisch zu prüfen. Mehrere Faktoren sprechen dafür, diese Labels differenziert zu betrachten und genauer zu verstehen, was sie tatsächlich bedeuten.

Der Vorteil kompostierbarer Materialien besteht darin, dass sie bei korrekter Kompostierung dem Boden zugutekommen können. Das zur Herstellung verwendete Material ist meist stärke-basierte Polymilchsäure (PLA), ein Biokunststoff aus Pflanzen wie Mais, Kartoffeln oder Zuckerrüben. Ihr Vorteil bestünde darin, dass sie sich nach Gebrauch unter geeigneten Bedingungen zersetzen und weniger Abfall auf Deponien entsteht. Problematisch ist jedoch, dass die meisten dieser Produkte in Ozeanen oder auf Deponien landen, da sie nicht in spezielle Kompostieranlagen gelangen. Industrielle Kompostierung erfordert hohe Temperaturen und exakt kontrollierte Feuchtigkeit und ist vielerorts nicht verfügbar. Eine Studie zeigt, dass PLA-Produkte selbst nach 60 Tagen Inkubation bei 35 °C nicht zerfielen.

Wann lohnt sich diese Option?

Der Einsatz biologisch abbaubarer Becher kann nur dann als wirklich nachhaltig gelten, wenn ihre getrennte Sammlung und industrielle Verarbeitung sichergestellt ist, andernfalls landen auch sie auf Deponien.

Wiederverwendbare Kunststoffbecher (Mehrwegbecher)

Mehrwegbecher bestehen meist aus PP (Polypropylen), da dieses Material aufgrund seiner Steifigkeit besonders widerstandsfähig ist.

Hinsichtlich der Umweltbilanz kann die Herstellung zunächst höhere CO2-Emissionen verursachen als Einweg- oder kompostierbare Varianten.

Eine Lebenszyklusanalyse von Denkstatt Hungary zeigt, dass die Herstellung verschiedener RevoCup-Größen 0,139 kg CO2-Äq. (3 dl), 0,176 kg CO2-Äq. (4 dl) und 0,187 kg CO2-Äq. (5 dl) verursacht. Durch Mehrfachnutzung (bis zu 500 Mal) amortisiert sich diese Anfangsbelastung schnell, da der 500 ml RevoCup in Bezug auf das GWP (Global Warming Potential) typischerweise nach fünf Nutzungen eine bessere Umweltleistung erzielt.

Wie kann ein Becher bis zu 500 Mal im Umlauf bleiben?

Wichtig ist, dass Betreiber Partner wählen, die ein systembasiertes Mehrwegkonzept betreiben. So kann ein Gast, der den Becher nach der ersten Nutzung mitnimmt, ihn später bei jedem Partner zurückgeben. Kontinuierliche Aufklärung ist ebenfalls entscheidend, da sowohl Dienstleister als auch Betreiber Verantwortung tragen, Gäste über Funktionsweise und Notwendigkeit des Systems zu informieren.

Ziel des Kreislaufsystems ist es, dass Becher nicht im Müll oder ungenutzt im Schrank landen, sondern möglichst lange im Gebrauch bleiben.

Edelstahlbecher

Edelstahlbecher bieten ebenfalls eine hervorragende Alternative zu Einwegprodukten. In Europa gibt es bislang nur wenige Anbieter, die sie systembasiert betreiben, und es existieren begrenzte Daten zu ihren Umweltauswirkungen. Dennoch liefern Analysen relevante Klimadaten. Eine öffentlich zugängliche Lebenszyklusanalyse zeigt, dass ein Edelstahlbecher bei fünf Nutzungen 234.776 kg CO2 verursacht, was sich bei 300 Nutzungen deutlich auf 1.437 kg reduziert. Trotz hoher Werte ist zu berücksichtigen, dass Edelstahlbecher am Lebensende eine hohe Recyclingquote aufweisen und Emissionen durch Wiederverwendung erheblich reduzieren.

Papierbecher

Papierprodukte sind eine der häufigsten Alternativen zu Einwegplastik. Papier ist grundsätzlich recycelbar, solange es nicht mit anderen Materialien verbunden ist. Die meisten Papierbecher enthalten jedoch eine dünne Kunststoffbeschichtung, weshalb nur 0,25 % recycelt werden. Zudem werden jährlich rund 20 Millionen Bäume für Einweg-Papierbecher gefällt, wodurch diese Alternative kaum als nachhaltig gelten kann.

Welche Option ist also die beste?

Nachhaltige Entscheidungen hängen nicht nur vom Produkttyp ab, sondern davon, wie gut Nutzer und Anbieter diese in nachhaltige Praktiken integrieren. Langfristig ist jene Lösung nachhaltiger, die systembasiert funktioniert und keinen unnötigen Abfall erzeugt. Dazu braucht es ein benutzerfreundliches, interoperables System, klare Kommunikation seitens der Betreiber und verantwortungsvolle Nutzung durch Konsumenten.

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